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Krankentagegeldversicherung

Die Krankentagegeldversicherung ist eine Verdienstausfallversicherung; sie schützt vor Einkommensverlusten bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit.

Arbeitnehmer (unselbständig Tätige) können ein Tagegeld bis in Höhe von 100 % ihres Nettoeinkommens für die Zeit nach Ende der Gehaltsfortzahlung versichern oder anderweitige Krankengeld- bzw. Krankentagegeldansprüche bis zur Höhe von 100 % des Nettoeinkommens aufstocken (siehe auch Krankengeld).

Ausnahmeregelungen wurden im Hinblick auf die Auswirkungen des Haushaltbegleitgesetzes 1984 von den privaten Krankenversicherern insofern getroffen, als für Vollversicherte und Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ein zusätzliches Krankentagegeld bis zu bestimmten DM-Höchstsätzen/Tag angeboten wird.

Bei Selbständigen ist die Verdienstausfallversicherung bis zur Höhe des Nettoeinkommens - entsprechend dem individuellem Bedarf - mit gestaffelten Karenzzeiten (z.B. ab 4., 8., 15., 22., 29. Tag der Arbeitsunfähigkeit usw.) möglich. Für Ärzte und Zahnärzte, so- wie für Angehörige freier Berufe gelten in der Regel Spezialtarife.

Grundsätzlich wird im Krankentagegeld-Bereich das Nettoeinkommen zugrunde gelegt. Es wird definiert als Durchschnittsnettoeinkommen der letzten 12 Monate. Bei Selbständigen und Freiberuflern gibt es verschiedene Definitionen: z.B. 75 % des Umsatzes oder Bruttoeinnahmen minus zu zahlender Steuer minus zu zahlende Sozialversicherungsbeiträge gleich Nettoeinkommen. Weiter gefaßte Formulierungen sind anzutreffen.

Dynamik:

Einige Gesellschaften bieten bei Gehalts- oder Einkommenssteigerungen automatische Anpassung des Versicherungsschutzes, ohne Wartezeiten und Risikoprüfung an, andere Gesellschaften nur auf Antrag, weitere nur mit Risikoüberprüfung.

Aussteuerung:

Eine Aussteuerung ist in der PKV grundsätzlich nicht möglich. Die GKV steuert in der Verdienstausfallversicherung den Versicherungsnehmer aus, der innerhalb von 3 Jahren länger als 78 Wochen an einer Krankheit erkrankt. Folgende Krankheiten sind denkbar: Hepatitis, Tuberkulose, Ulcus duodeni, Nierenerkrankungen (Dialyse), Diabetes u.v.m.





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