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BKK: Ab 2009 steigende Lohnnebenkosten bis zu 1,3 Milliarden Euro

Am 1. November 2008 soll durch die Bundesregierung ein einheitlicher Beitragssatz für rund 70 Millionen Versicherte gesetzlicher Krankenversicherungen (GKV) festgelegt werden.

Für Versicherte bei Betriebskrankenkassen (BKK) hießt dies: Spätestens bei der Gehaltsabrechnung im Januar 2009 könnte weniger Netto auf dem Lohnzettel stehen, ohne dass das Mitglied für sich und seine Familie dafür einen umfangreicheren Leistungsanspruch erhielte. Läge der Einheitsbeitragssatz ab 2009 bei 15,5 Prozent, würde sich für BKK versicherte Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber eine Mehrbelastung von 700 Millionen Euro zusätzlich für den Krankenversicherungsschutz ergeben. Bei einem Einheitsbeitragssatz von 16 Prozent müssten BKK versicherte Arbeitnehmer sowie ihre Arbeitgeber jeweils 1,3 Milliarden Euro mehr aufbringen. Aufgrund der Planungsunsicherheiten durch den Gesundheitsfonds kann derzeit keine gesetzliche Krankenkasse sagen, ob und in welcher Höhe sie 2009 Prämien für die Versicherten ausschütten kann oder ob sie Zusatzbeiträge einziehen muss. Der Grund: Die Kassen erfahren erst im Dezember diesen Jahres, wie viel sie aus dem Fonds zugeteilt bekommen. Erst dann können sie die Haushaltsplanung angehen und u. a. über Prämien oder Zusatzbeiträge für ihre Versicherten entscheiden.

Anstatt relativ geringe Euro-Beträge über eine Prämie auszuzahlen, können sie jedoch mehr Mittel für bessere medizinische Versorgung bereitstellen. Ein gründliches Prüfen der Wirkungen des Gesundheitsfonds, um für Versicherte, Arbeitgeber und Krankenkassen eine solide und sichere Finanzplanung zu garantieren, würde seitens der Politik wirkliche Verantwortung gegenüber den Wählern zeigen. Das Mindeste wäre aber das Verschieben des einheitlichen Beitragssatzes um ein Jahr.

 

(Pressemitteilung des BKK Bundesverbandes vom 03.09.2008)



 
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