Surfen "mit Netz und doppeltem Boden"
Kaum ein Unternehmen kommt heute ohne Computer und Internet aus. Sogar in fast
zwei Dritteln aller privaten Haushalte in Deutschland ist das World Wide Web
längst "zuhause". Damit steigt auch das Risiko beim "Surfen".
"Es können handfeste Schäden entstehen. Ist der Computer von einem Virus
befallen, sind alle Daten, Programme und Routinen gefährdet. Aber wer kommt für
den Schaden auf?" fragt Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der
Versicherten (BdV). Über die meisten heutigen Privathaftpflichtversicherungen
sind Schäden bei Dritten durch Austausch, Übermittlung und Bereitstellung
elektronischer Daten versichert. Voraussetzung ist, dass der User seine Daten
gesichert und geprüft hat – beispielsweise durch einen Virenscanner oder eine
Firewall. Diese Sicherungsmaßnahmen müssen dem jüngsten Stand der Technik
entsprechen. Einen Haken gibt es dennoch: Es sind nur Ansprüche versichert, die
in Europa und nach dem europäischem Recht geltend gemacht werden können. Bewusst
verursachte Schäden werden selbstverständlich nicht ersetzt. Deshalb Achtung,
betont Lilo Blunck: "Der Versicherer zahlt keinesfalls, wenn eine Hacker-Attacke
oder ein Angriff Trojanischer Pferde auf dem Rechner stattgefunden hat. Der
Verursacher muss dafür selbst aufkommen."
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