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Ersatzkassen: Hausärztliche Versorgung soll verbessert werden

Die Ersatzkassen DAK, TK, KKH, HEK und Hamburg Münchener wollen neue Akzente in der hausarztzentrierten Versorgung setzen. Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e.V. (VdAK), Thomas Ballast, erklärt:


"Im Interesse der Versicherten soll die hausärztliche Versorgung noch besser werden als bisher. Deshalb wollen die beteiligten Ersatzkassen eine neue Generation von Hausarztverträgen ausrufen. Ziel soll es sein, eine noch bessere Qualität und Steuerung und eine höhere Wirtschaftlichkeit der hausärztlichen Versorgung zu erreichen." Die bestehenden Verträge der GEK werden in allen Bundesländern fortgeführt. Mit Hilfe der hausarztzentrierten Versorgung soll die Position des Hausarztes als Lotse durch das Gesundheitssystem gestärkt und die Versorgung durch Vermeidung unnötiger Doppeluntersuchungen wirtschaftlicher gestaltet werden. Besonders wichtig ist den Ersatzkassen dabei, mit dieser für den Versicherten freiwilligen Versorgung das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Hausarzt noch weiter zu stärken. Um geeignete Partner zu finden, planen einige Ersatzkassen, die hausarztzentrierte Versorgung neu auszuschreiben. "An diesem Wettbewerb um die besten Ideen können sich Hausarztverbände, Kassenärztliche Vereinigungen und auch Ärztenetze beteiligen", betont Ballast.

Im Jahre 2005 haben die Ersatzkassen die erste Generation von Hausarztverträgen in den Regionen Hessen, Niedersachsen, Nord-Württemberg, Nordrhein und Westfalen-Lippe mit den dortigen Kassenärztlichen Vereinigungen auf den Weg gebracht. Die Verträge konnten allerdings die Erwartungen der Ersatzkassen DAK, TK, KKH, HEK und Hamburg Münchener nicht erfüllen. So wurden in einer begleitenden wissenschaftlichen Evaluation keine relevanten Verbesserungen der Versorgung festgestellt. Zudem reichen die wirtschaftlichen Effekte bislang nicht aus, um die Mehrkosten auszugleichen. "Im Interesse der Versicherten werden nun im Rahmen der Ausschreibung die Qualitätsanforderungen an die hausarztzentrierte Versorgung neu definiert. Die Erfahrungen aus den bestehenden Verträgen können wir dabei nutzen", so Ballast. Die genannten Kassen werden ihre Teilnahme an den Verträgen deshalb zum 31.12.2008 beenden, um den Weg für eine neue Vertragsgeneration auf Ausschreibungsbasis frei zu machen. Dies gilt nicht für die GEK, die an den Hausarztverträgen in der bisherigen Form festhalten wird.

 

(Pressemitteilung des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) e. V. vom 19.09.2008)



 
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