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Meldung vom 30.11.2005

Ehemalige Axa Chef wechselt zur Damp Gruppe

Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland wird der ehemalige Deutschland Chef der Axa Gruppe, Dr. Claus-Michael Dill, Vorstandsvorsitzender der Klinik- und Tourismusgruppe Damp Holding. Der 51-Jährige wird sich mit einer substanziellen Summe an der Damp Holding beteiligen, Mehrheitseigner bleibt der Kölner Unternehmer Walter Wübben.


Dr. Claus-Michael Dill, der auch Mitglied der Rürup-Kommission war, ersetzt bei Damp Carl-Hermann Schleifer, der in den Ruhestand geht.

Einzigartige Kombination aus medizinischer und touristischer Kompetenz im Norden

Die Unternehmensgruppe Damp vereint eine wohl einzigartige Kombination aus medizinischer und touristischer Kompetenz im Norden Deutschlands. Unter dem Dach der Damp Holding AG bündeln sich schon jetzt führende Kliniken der Akut- und Rehabilitationsmedizin, ein breites Spektrum ärztlich-therapeutischer Bildungsinstitute sowie das attraktive Urlaubsziel Ostseebad Damp.
Das Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein prämierte die präventivmedizinischen Programme der Damp Gruppe jüngst mit einer hochdotierten Innovationsförderung.

Die Damp Holding betreibt schon jetzt in Schleswig Holstein, Hamburg und Mecklenburg Vorpommern erfolgreich mehrere Kliniken (z.B. Reha-Klinik Damp, Reha Klinik Ahrenshoop, Reha-Klinik Schloß Schönhagen). Zur Damp Holding gehören neben der Damp Touristik GmbH, die das Ostseebad Damp (ehemals Damp 2000 ) betreibt und vermarktet, inzwischen aber auch mehrere Kliniken und Belegkliniken (z.B. Endo Klinik Hamburg, Hanse Klinikum Stralsund, Martin Luther Krankenhaus Schleswig, Klinik Waldwiese, Praxisklinik Wellingdorf). Ende Oktober 2005 wurde die zur Damp Gruppe gehörende Ostseeklinik Kiel wieder eröffnet.
Über das damp Sundhedscenter Tonder in Dänemark ist die Damp Gruppe auch schon über die Grenzen von Deutschland hinaus aktiv.

Weiter auf Expansionskurs

Der Klinik- und Touristikbetreiber Damp Holding AG befindet auch weiter auf Expansionskurs. So wird die Unternehmensgruppe aus dem Ostseebad Damp im Kreis Rendsburg-Eckernförde die städtische Akut-Klinik in Wismar übernehmen. Die Stadt Wismar verkauft zum 1. Januar 2006 fast alle Geschäftsanteile an die Damp Holding. Die Bürgerschaft der Hansestadt Wismar hat am Donnerstag den 24. November 2005 einen entsprechenden Beschluss gefasst. Wismar hält künftig noch sechs Prozent der Gesellschafteranteile. Diese sollen der Stadt ein Mitsprache- und Vetorecht bei grundlegenden Entscheidungen sichern.
Im laufenden Jahr hat der Umsatz der Damp Holding um mehr als 40 Prozent auf 357 Millionen Euro zugelegt. Finanzvorstand Torben Freund kündigte jetzt an, dass die Damp Holding in den kommenden drei Jahren ihre Erlöse auf etwa 700 Millionen Euro verdoppeln wolle
Investitionen von 50 Millionen Euro alleine in Wismar
In den kommenden zehn Jahren will die Damp Holding alleine in Wismar 50 Millionen Euro investieren. Eine solche Summe hätte die Stadt Wismar aus eigener Kraft nicht aufbringen können. Die Damp Holding hat zugesagt, bei Abschluss eines Haustarifvertrages bis 2012 auf betriebsbedingte Kündigungen in Wismar zu verzichten. Das städtische Krankenhaus ist mit 900 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Nordwestmecklenburg. Es hat Standorte mit rund 475 Betten in Wismar/Friedensdorf und Dahlberg. Die Klinik mache derzeit einen Umsatz von 54 Millionen Euro.

Schon jetzt größter privater Gesundheits-Dienstleister im Norden

Der Ankauf der Akut-Klinik in Wismar bringt die Damp Holding dem Ziel ein bedeutendes Stück näher, größter privater Gesundheits-Dienstleister im Norden zu werden.

Nach den Worten von Dills Vorgänger, Carl Herrmann Schleifer, will die Damp-Gruppe nicht nur im Norden Deutschlands zur „"anerkannten Dachmarke für Gesundheit und Erholung" werden. Alleine in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gebe es außer den Universitätskliniken weitere 25 Krankenhäuser, die für die Damp Holding interessant seien. Die Unternehmensgruppe hatte bereits im Jahr 2003 das Stralsunder Klinikum für 32 Millionen Euro übernommen.

4.400 Mitarbeiter in Schleswig-Holstein

Die Damp-Gruppe beschäftigt derzeit in Fachkliniken, Rehazentren und im Ostsee-Ferienpark Damp knapp 6.400 Mitarbeiter. In Schleswig-Holstein ist die Damp Holding mit rund 4.400 Beschäftigten drittgrößtes Unternehmen des Landes.

Expansionskurs fortführen und strategische Partnerschaften ausbauen

Dr. Claus Michael Dill, der bei Damp Gruppe Carl-Hermann Schleifer, der in den Ruhestand geht, ersetzt soll als Vorstandsvorsitzender der Damp Holding AG den bundesweiten Expansionskurs der Damp Gruppe weiter fortsetzen und sogar beschleunigen.

Darüber hinaus soll der ehemalige Deutschland Chef des Axa Konzerns die bundesweiten strategischen Partnerschaften der Damp Gruppe weiter ausbauen. Schon jetzt kooperiert die Damp Gruppe zum Beispiel mit der Ideal Versicherung in Berlin, die im Jahre 2007 ihr konzerneigenes Bestattungsunternehmen Ahorn Grieneisen an die Börse bringen wird.

Bei der IDEAL PflegeRente erhalten Kunden Sonderkonditionen beim Gesundheitsprogramm „Fit und Vital 55+“ sowie bei Reha-Maßnahmen in der Reha-Klinik Damp, deren ärztlicher Direktor Dr. Thomas Wessinghage (ehemals Spitzensportler und Autor zahlreiche Bücher) ist.
Antworten auf den Jugendwahn
Das Gesundheitsprogramm „Fit und Vital 55+“ ist die Antwort der Damp Gruppe www.damp.de auf den Jugendwahn im Bereich Touristik und Wellness. Und das Ostseebad Damp steht heute nicht nur für die Generation 50plus, sondern auch für Sonne und Meer, für Fitness und Entspannung, und für Gesundheit und Genuss.

Kein Befehlsempfänger

Dr. Claus Michael Dill ist im August 2006 als Vorstandsvorsitzender der deutschen Axa Versicherungen ausgeschieden, nachdem es zu Differenzen mit Henri de Castries gekommen war, dem Chef der Pariser Mutter. Der Grund für die Trennung von Dill lag in den unterschiedlichen Kulturen. Dill, so heißt es, habe sich als nicht geschmeidig genug bei der Umsetzung von Vorgaben der Pariser Zentrale gezeigt. Er habe sich schlecht als reiner Befehlsempfänger von jenen Entscheidungen geeignet, die in Paris oder New York getroffen wurden. Dill selbst wollte für die Pariser Zentrale des Axa Konzerns auch kein reiner Befehlsempfänger mehr sein, sondern eigene Ideen und Strategien verwirklichen. Dill wurde bei der Axa durch den Belgier Eugène Teysen (53) ersetzt. Der war zuvor Vorstand der Versicherungsgruppe Fortis.
Dr. Claus-Michael Dill gelang während seiner Tätigkeit als Axa Chef aber der erfolgreiche Turnaround des AXA Konzerns im versicherungstechnischen und operativen Geschäft.

Dr. Claus-Michael Dill war seit Juni 1999 Vorsitzender des Vorstands der AXA Konzern AG, der AXA Versicherung AG sowie der AXA Lebensversicherung AG. Zugleich war er Mitglied des Executive Board der internationalen AXA-Gruppe mit Verantwortung für die Märkte Deutschland und Schweiz. Zuvor war Claus-Michael Dill bei mehreren Versicherungsunternehmen in führenden Positionen tätig, u.a. als Vorstandsmitglied der Holding des Gerling-Konzerns (1995 bis 1999), der Vereinte Versicherungen/Magdeburger Versicherungen AG (1993 bis 1995) sowie in verschiedenen Positionen bei der Schweizer Rückversicherung (1987 bis 1993). Außerdem ist Dr. Claus-Michael Dill seit 17. Mai 2004 unter anderem Aufsichtsratsmitglied der Bertelsmann AG.

Axa verliert weiteres Vorstandsmitglied

Nach Dr. Claus Michael Dill wechseln aber immer mehr Vorstände des deutschen Axa Konzerns zu anderen Versicherungs- oder Bankriesen und damit auf die sichere Seite. So verliert der Versicherungsriese Axa Konzern zum 1. Februar 2006 seinem bisherigen Vertriebs- und Marketingchef für das Deutschland-Geschäft, Andreas Torner. Der wechselt zur Citibank und wird Vorstand bei der Citibank Privatkunden AG, der deutschen Tochtergesellschaft des US-Finanzriesen. Dort führt er das Vertriebsressort, das nach dem Abgang von Peter Buschbeck unbesetzt war. Buschbeck war zur SEB gewechselt.

Wer neuer Vertriebs- und Marketing Vorstand der Axa und damit die Nachfolge von Torner bei der deutschen Axa antritt, ist noch nicht bekannt.

 

(Pressemitteilung von Helmut Zermin, Pressebüro für Finanzdienstleistungen vom 29.11.2005)

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